Stuttgarter Nachtlauf 2017 - eiskalt erwischt


Zu meinem Geburtstag bekam ich von den Kollegen einen Startplatz beim Stuttgarter Nachtlauf am 6. Oktober 2017.




Bisher kannte ich diese Veranstaltung noch nicht, aber an sich las sie sich sehr viel versprechend – 10 km auf 4 Runden verteilt nachts durch die Stuttgarter Innenstadt, das klang nach einem riesigen Spaß…

Abends am 6. Oktober ca. 45 Minuten vor Start trafen wir uns dann am Marktplatz in Stuttgart, die kürzeren Wettbewerbe liefen noch. Wir hatten uns bewusst spät verabredet, da es recht kalt werden sollte und wir uns das Rahmen programm somit erspart haben. Wegen der Kälte, hatte eigentlich niemand so recht Lust nur im Shirt des Veranstalters rum zu stehen und man verzögerte die Abgabe der restlichen Sachen so lange wie möglich – mit dem Erfolg, dass die Schlange an der Kleideraufbewahrung nicht wirklich kleiner wurde. Kurz vor dem Start, als kein Weg mehr dran vorbeiführte, sich den überschüssigen Schichten zu entledigen, kam es wie es kommen musste – es kam zu einem heillosen Gedränge, was dazu führte, dass der Start nach hinten verschoben werden musste. 😀

Naja, schnell zum Startbereich, noch ein bisschen rumgehüpft und die Kälte aus den Gliedern zu vertreiben, auf den Startschuss warten und mit der Masse lostrotten. Die Strecke verlief einmal quer durch die Stuttgarter Innenstadt, deswegen hat man sie vermutlich auch komplett abgesperrt, was stellenweise zu kleinen Staus führte, da die Streckenführung nicht der Menge der Läufer angepasst war.

Nach ca. einer halben Runde hatte ich eine Position gefunden, auf der man relativ frei laufen konnte, ohne von anderen plattgewalzt zu werden oder andere Läufer zu tacklen und ich konnte meinen Laufrhythmus suchen. Leider habe ich dabei meine Kollegen verloren und konnte nicht einmal sagen, ob sie vor oder hinter mir waren. Beim Verpflegungsstand hatte ich dann das Tempo gefunden, mit dem ich eigentlich den Lauf beenden wollte. Aus den Erfahrungen mit meinen Fähigkeiten im Lauf zu trinken verzichtete ich lieber auf das angebotene Wasser, denn ich wollte kein nasses Shirt bei den gefühlt eisigen Temperaturen haben.

Die erste Runde verlief danach recht ereignislos, ab der zweiten Runde kamen dann aber schon die ersten entnervten Rufe von schnelleren Läufern, dass man gefälligst den Weg frei zu machen habe – fand ich persönlich etwas seltsam, denn so ein enger Streckenkurs mit teilweise doch recht dunklen Passagen mit vielen Teilnehmern bietet eigentlich keine Grundlage für eine PB – dachte ich mir zumindest.

Nach der zweiten Runde, bilde ich mir ein, kommt man mit dem Kurs etwas besser klar, weil man ungefähr weiß, wo die Lichtverhältnisse etwas schlechter sind und wo sich ggf. Hindernisse befinden. Zum Ende des Laufs gab es noch die obligatorischen Gummitierchen und ich spulte die rechtlichen Kilometer ab.

Beendet habe ich den Lauf in knapp 50 Minuten, was mich mächtig stolz machte, vor allem nachdem ich dann bemerkte, dass die Kollegen noch nicht da waren. So konnte ich schon mal meine Sachen holen und mich wieder umziehen, denn es war gelinde gesagt, mittlerweile arschkalt. Am Bierstand traf ich dann die Kollegen, die irgendwie nicht froren und wir stießen noch auf den Abend und unsere Laufergebnisse an.



Lauffazit: Der Ort und die Uhrzeit ist eine klasse Idee für eine Laufveranstaltung, leider war mir die Strecke zu eng gesteckt im Hinblick auf die Zahl der Läufer und ich hatte anfangs wirklich Probleme mit den unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten in Kombination mit den Lichtverhältnissen. Ferner war der Termin in meinen Augen suboptimal, da es wirklich kalt war. Diesem Punkt hat der Veranstalter dieses Jahr aber Sorge getragen, der Lauf findet dieses Jahr am 24. August statt.  


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